Filmtipp: Vitalina Varela

[Kultur und Reisen]

Ein Beitrag von Angela Bünger.


Am 10. September kommt der Gewinnerfilm des Filmfestivals von Locarno 2019 endlich auch in die deutschen Kinos: „Vitalina Varela“, das jüngste Werk des portugiesischen Regisseurs Pedro Costa folgt den Spuren seiner Hauptfigur in einem heruntergekommenen Vorort von Lissabon.


Quelle: Youtube, Grandfilm


Mit 55 Jahren war Vitalina ihrem Mann nach mehr als zwei Jahrzehnten der Trennung von den Kapverden in die portugiesische Hauptstadt gefolgt, nur um zu erfahren, dass der Mann, den sie 1982 heiratete und der sie eines Tages wortlos zurückließ, vor drei Tagen beerdigt wurde. Sie lässt sich in seiner schäbigen Behausung nieder und versucht, trotz dieser widrigen Umstände ein neues Leben zu beginnen.


Vitalina Varela spielt im Film sich selbst und wirkte auch am Drehbuch mit. Für ihre eindringliche Darstellung erhielt sie in Locarno den Silbernen Leoparden für die beste weibliche Hauptrolle.


Der Film wurde, wie bereits andere Werke Costas zuvor, im Lissabonner Vorort Fontainhas gedreht.Getragen wird der Film von seiner ausdrucksstarken Hauptdarstellerin und der düsteren, doch dabei ungleich poetischen Bildsprache von Kameramann Leonardo Simões.

18 Ansichten

© 2020            Impressum und Datenschutz

  • White Facebook Icon
  • Twitter Clean