James Lovelock: 101 Jahre und nicht gerade weise

James Lovelock ist im buchstäblichen Sinn ein Jahrhundertwissenschaftler, auch wenn er sich selbst schlicht als "Ingenieur" bezeichnet. Weltweit bekannt wurde er als Schöpfer der "Gaia-Hypothese", mit der er vorschlug den Planeten Erde als lebendigen Organismus zu betrachten.


Videoquelle: YouTube/Nasa


Natürlich kehrte er damit nicht etwa zu animistischen Vorstellungen zurück, die da glauben, dass "Organismen" wie der Erde ein lebendiger Odem eingehaucht sei, sondern unterlegte seine These mit Hilfe der Kybernetik: die Erde als Ganzes reguliere sich selbst mit Feedback-Prozessen.


Erst kürzlich ist Lovelocks jüngstes Werk erschienen: Novozän - Das kommende Zeitalter der Hyperintelligenz. Wie sein anglo-amerikanischer Kollege Raymond Kurzweil "prophezeit" Lovelock hier das Aufkommen ("Emergenz") eines neuen Zeitalters, in dem nicht mehr Homo Sapiens sein Unwesen treibt, sondern die Cyborgs das Kommando übernommen haben, hybride Wesen aus Biomasse und Maschine. Wenn er sich da mal nicht irrt.


Anregend und kurzweilig zu lesen ist sein Buch jedoch allemal, und sei es auch "nur" zur eigenen Meinungsbildung.




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